Presseerklärung anlässlich des Weltfrauentages

Facebook
Twitter
Email
WhatsApp

Presseerklärung Marie-Schlei-Verein – 01. März 2018

Internationaler Frauentag 2018:
Es ist Zeit zu handeln – Frauenrechte weltweit in Gefahr

Weltweit protestieren Frauen zu Recht gegen Gewalt gegen Frauen, gegen Autonomieeinschränkungen und gegen Diskriminierung. Der Marie-Schlei-Verein wurde gegründet um Armut und Ungleichheit zu überwinden. Armut und Ungleichheit sind sexistisch.

2018 sind Kleinbäuerinnen in Entwicklungsländern Ziel von Frauenentwicklungsprojekten. „Kleinbäuerinnen, die in Entwicklungsländern die Ernährung der Bevölkerung gewährleisten, leiden am meisten Hunger. Hauptursachen für den Hunger sind Landenteignungen, geschlechtsspezifische Diskriminierungen, die Diskriminierung der Landwirtschaft, der fehlende Zugang der Frauen zu Landtiteln, Wasser, Beratung, Saatgut und Krediten. Das ist ein Skandal.“, so die Vorsitzende Marie-Schlei-Verein Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath.

Auch die Globalisierung geht zu Lasten der Kleinbäuerinnen, weil Konzerne zunehmend Land erwerben und die Produkte der Kleinbäuerinnen auf den Märkten nicht mit den Preisen von importierten Waren konkurrieren können. Hinzu kommen die durch den Klimawandel bedingten landwirtschaftlichen Veränderungen. Deswegen müssen Kleinbäuerinnen gefördert und geschützt werden.

In afrikanischen Projekten fördert der Marie-Schlei-Verein 150 Pilzbäuerinnen in Kasese, Uganda. Unterstützt werden auch Gemüsebäuerinnen, die in einem sogenannten Küchengarten ökologisch verträglich Möhren, Tomaten, Bohnen, Kürbisse, afrikanisches Blattgemüse und Kräuter anbauen. In zwölf kenianischen Fischteichen, Homa-Bay, züchten die Frauen in selbst ausgehobenen Teichen den besonders nährstoffreichen und eiweißhaltigen Tilapia-Fisch.

In allen diesen Projekten geht es um die wirtschaftliche Stärkung der Frauen. Damit kann nicht nur der Hunger in Afrika eingedämmt werden, sondern die Bäuerinnen erzielen ein bescheidenes Geldeinkommen, mit dem sie den Schulbesuch der Kinder, die medizinische Versorgung und die zweite Mahlzeit am Tag bezahlen können. Sie gewinnen an Selbstbewusstsein und Mitsprache in den Dörfern.

Es wird Zeit, dass die Menschenrechte von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in einer UN-Konvention gestärkt werden. Kleinbäuerinnen brauchen Solidarität, auch für neue Projekte. Helfen Sie helfen – jeder Euro zählt. Informieren Sie sich: http://www.marie-schlei-verein.de/ Kommen Sie zu unserer Konferenz: Armut ist sexistisch am 21.April 2018 – 10.30, Baseler Hof, Esplanade 11, Hamburg.

Andere Veröffentlichungen: